Ausgehend von der gegenwärtigen Situation in Politik, Wirtschaft und Finanzen wagen wir einen Blick für das kommende Jahr.
Wir schauen uns einige Trends an, die zurzeit gut ablesbar sind.
Wir wollen damit Zuversicht, Vertrauen und die intuitive Entscheiungssicherheit für unser gegenwärtiges Handeln stärken.
Trends
Wenn wir uns mit der nahen Zukunft beschäftigen, dann auf dem Wege der Prognose, nicht der Prophezeiung.
Die großen Trends der vergangenen Jahre setzen sich auch 2012 fort. Die Globalisierung ist unumkehrbar. Wenn in China ein Rad umfällt, dann geht uns das mittlerweile sehr wohl etwas an. Die geringsten Verwerfungen auf dem Weltmarkt sind immer und überall zu spüren.
Doch zu dieser weltweiten Vernetzung mit all ihren Vor- und Nachteilen bauen sich immer mehr Menschen eine Gegenwelt auf, eine Welt, in der sie sich zu Hause fühlen, mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, geerdet sind.
Unvergleichlich ist die Renaissance der Heimat. Sie ist kein Ort, sondern ein Gefühl, sagt Herbert Grönemeyer, der diesen Trend schon längst erkannt hat und in seiner Musik voll auf die neue Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit setzt.
Trendforscher erkennen eine gewisse Rückkehr zu alten Werten.
Ein großes Thema 2012 wird der Zusammenhalt in Europa werden. Auch die letzten Zweifler werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich Europa und die Euroländer nur gemeinsam gegen das internationale Spekulantentum wehren können. Dieser Erkenntnis wird das Bekenntnis zur Zusammenarbeit in Europa folgen. Frankreich und Deutschland werden eine Vertragsänderung durchdrücken, die in Richtung gemeinsamer Wirtschaftregierung geht.
In der Weltpolitik bleibt es weiter unruhig. Der „arabische Frühling“ wird ins zweite Jahr gehen. Wie Dominosteine wird eine Diktatur nach der anderen stürzen. In den einstigen Schwellenländern China, Brasilien, Indien, Pakistan breitet sich zunehmender Wohlstand aus. Afrika wird weiter ausgebeutet, die Hilfe der Europäer ist viel zu schwach. Die USA und Russland sind mit sich selbst und ihren Präsidentschaftswahlen beschäftigt.
Wirtschaftlich wird es ein schwieriges Jahr. Das ist zwar von den Fakten her nicht begründbar. Aber Wirtschaften ist in erster Linie eine Frage des Vertrauens in die Zukunft. Und da geben sich Wirtschaftsforscher aus der ganzen Welt alle Mühe, den Menschen den letzten Optimismus auszutreiben. Auch wenn zuletzt alle Zahlen das Gegenteil belegten, wurden negative Prognosen erstellt.
Was wird im kommenden Jahr auf jeden Fall Thema sein? Frauen. Sie sind auf dem Vormarsch, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik.
2012 wird auch ein Jahr der Scharlatane und Angstmacher sein. Unter Hinweis auf den Maya-Kalender wird der Untergang der Welt prophezeit, das hat mit einer realistischen Prognose nichts zu tun. Also, keine Angst.
Angst ist nicht das Gegenteil von Liebe. Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Angst kann nicht existieren, wenn Liebe da ist. Liebe ist unterschiedslos, erwartungslos, nicht selbst-bewusst und kontrollfrei.

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